Why we love Berlin

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Es war ein groß gefeiertes und ebenso enorm kräftezehrendes Konzert: Diese Cosmic-Radio-show im Cosmic Kaspar Rosentalerstrasse. Max und ich kamen um etwa 01:30 am Montag ähh Dienstag früh aus dem Laden gekrochen. Vollbepackt mit Intrumenten und Max mit seinem Drumkittrolly. Max hatte Minuten zuvor erkannt, dass ihn wohl kein Zug bzw. keine S-Bahn mehr in den nächsten fünf Stunden nach Potsdam bringen wird. „Alles klar, du pennst bei mir!“ meinte ich daraufhin. “Cool,“ meinte Max. Die Sache war erstmal geritzt.  Doch wie kommen wir jetzt mit dem ganzen Zeug nach Hause.. Erst wollten wir die U-Bahn nehmen. Doch im Schacht angekommen erkannten wir. „Ahh klar, die letzte ist grad weg.“Foto 1(2) Also gurkten wir am Rosentaler Platz von einer Ecke zur anderen um die Fahrpläne der Nachtbusse zu entziffern. Hmm, welcher Fährt zum Alex? Der hier nicht. Na dann wohl der, der grad auf der anderen Seite der Kreuzung abfährt. Prima! Wann kommt der Nächste? 20 min warten. Am Alex dann das gleiche Spiel. „Wo geht´s hier weiter Richtung Frankfurter Tor? Ach, da hinten ist eine Busstation. Geht´s noch mit dem Drumkitkoffer? Nicht sehr groß übrigens aber irre schwer. Für Max jedoch kein Problem. Den hat sein fröhliches Grinsen während der ganzen Plagerei nie verlassen (Bei mir sah das etwas anders aus). „Tag Herr Zugfahrer ähh nacht Herr Busfahrer, fahren sie Franfurter Tor?“ „Nee, da müssn se vorne rum zur anderen Haltestelle, mit der n-schlagmichtot“ Ich zögerte. „Na was, hamse mich nicht verstanden? N-xyzz!!“ setzte der Busfahrer nach – Verdammt, aus dem sind wir doch grade ausgestiegen, Fxxx!! –  „Ähh ja klar, wir wissen wohin..“ Finally am Franfurter Tor 03.30: Etwas gedämpft erklär ich Max dass wir „nur noch“ einen Fußweg von 20 min haben. – und das mit drumkittrolly und kopfsteinblaster  — rattarrrrrrrratatatarrartataatttarrrrrrrrr. Und in genau diesem Monent ereignet sich das Wunder. Ein Wunder, wie es für diese Stadt so typisch ist. So alltäglich, dass es ihre Einwohner eher als eine Selbstverständlichkeit betrachten und somit diesen Artikel wohl als völlig überflüssig abtun werden. Doch Max und ich staunten über die Möglichkeiten dieser Stadt. Einer Stadt, der es möglich ist zu spüren, wann ihre Bürger am Boden sind, um ihnen zur rechten Zeit eine helfende Hand zu sein. In unsrem Fall schickte sie uns —  EINEN EINKAUFSWAGEN!! — Der stand direkt vor unserer Nase! Herrenlos, zurückgelassen, einsam und wartete nur darauf, uns zu Diensten zu sein. Perfect, rein mit den Instrumenten und Trollyteilen (Hammerding, wie so ein Baukasten) und abgedüst auf den leeren Strassen der Stadt! So läßt ´s sich´s leben! So macht Berlin Spaß.Foto 2 Geratzt ham wa wie die Götter. Am nächsten Tag mußten wir beide zum Kurs an die Uni. Und Max mit dem DrumkitTrolly. Große Frage also? Hat der Einkaufswagen brav vor unserer Haustüre gewartet? Hätte er wohl, doch die Vietnamesin vom Blumenladen gegenüber ist früher aufgestanden. Ihr hat die Stadt heut morgen ein mobiles Regal für die neu eingetroffene Blumenerde besorgt, das stilistisch perfect zu ihrem kleinen Laden passt. Wir sehen, staunen und können nicht anders, als es der Blumenfrau zu gönnen. Foto 3  LOVE    ROLAND

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